Die heutige Gemeinde wurde zwischen 1972 und 1975 durch die Vereinigung der ehemals selbständigen Gemeinden Salem, Buggensegel, Mimmenhausen, Mittelstenweiler, Neufrach, Rickenbach, Tüfingen, Oberstenweiler, Grasbeuren, Beuren und Weildorf gebildet. Die bilden heute die Teilorte der Gemeinde.
Mit einer Fläche von 62,70 km2 stellt sie flächenmässig nach Tettnang und Friedrichshafen eine der größten Gemeinden im Bodenseekreis dar.
Mit 12.876 Einwohnern (Stand 31.12.2024) liegt sie im Bodenseekreis auf Platz 5 von 23 Gemeinden.
Die Wirtschaft ist von mittleren, kleinen Unternehmen und Handwerksbetrieben gekennzeichnet. Nach dem Zusammenschluß der ehemals selbständigen Gemeinden konzentrierte sich die Weiterentwicklung zunächst auf einen Zentralbereich um das „Dreigemeindeneck“ Salem, Neufrach und Mimmenhausen am Schlosssee. Hier entstanden das Schlossseezentrum mit Geschoßwohnungsbau und Gewerbe im Erdgeschoß, eine zentrale Feuerwehr, ein Bildungszentrum, heute mit einer modernen und erfolgreichen Gemeinschaftsschule. Hier entstand auch eine neue Hauptstelle der Sparkasse Salem-Heiligenberg, die 1749 vom Salemer Abt Anselm II. als Waisenkasse gegründete älteste Sparkasse Deutschlands.
Der Bau weiterer geplanter Zentraleinrichtungen wie Hallenbad, Veanstaltungshalle u.ä. wurde dann aber über einige Jahre nicht weiterverfolgt.
In den Salemer Teilorten kam es, wie vielfach im ländlichen Bereich, zum Verlust von Dienstleistern und Einzelhandel. Um dem zu begegnen wurde im Zentralbereich die „Neue Mitte“ am Schlosssee entwickelt. Hier finden sich heute ein großer Lebensmittelmarkt als Vollsortimenter, ein Drogeriemarkt, viele kleinere Gewerbe, Fitness- Studios, Geschoßwohnungsbau u.a. mit 27 erschwinglichen Wohnungen (14 Wohnungen mit der Verpflichtung, sie 33% unter der ortsüblichen Vergleichsmiete zu vermieten und 13 Wohnungen 5% unter der Vergleichsmiete auf die Dauer von 10 Jahren, -> Bericht) und ein neues Rathaus.

Der aktuelle Regionalplan sieht eine Entlastung des Bodenseeuferbereichs durch Stärkung der zentralörtlichen Funktionen in den Mittel- sowie in den Unterzentren vor, zu denen Salem eingestuft ist. Unterzentren sind als Standorte von Einrichtungen und Arbeitsplätzen so zu entwickeln, dass sie auch den qualifizierten, häufig wiederkehrenden Bedarf ihres Verflechtungsbereichs der Grundversorgung decken können. Zum Nahbereich des Unterzentrums Salem werden die Gemeinden Frickingen und Heiligenberg gezählt. Mit diesen Gemeinden bildet Salem einen Gemeindeverwaltungsverband. Als Begründung für die Einstufung zum Unterzentrum heißt es im Regionalplan:
Die Gemeinde Salem weist eine auch im Vergleich zu bestehenden Unterzentren gute Ausstattung an zentralörtlichen Einrichtungen auf (mehrere praktische Ärzte, Fachärzte, Fachklinik, Realschule, Gymnasium, Weiterbildungsangebote, Banken, Fachgeschäfte, Dienstleistungseinrichtungen, Sport- / Festhallen, Kampfbahn 400 m etc.) und übernimmt eine wichtige Versorgungsfunktion des Verflechtungsbereichs.
Durch die Bodenseegürtelbahn ist Salem sehr gut an das Schienenverkehrsnetz angebunden. Die geplante Elektrifizierung der Bahnstrecke und die zukünftige Lage an einer Landesentwicklungsachse führen zu einer weiteren Stärkung des Standorts. Der Verflechtungsbereich mit den Gemeinden Frickingen und
Heiligenberg umfasst mehr als 17.000 Einwohner und mehr als 5.000 Beschäftigte mit sehr positiver Bevölkerungs- und Beschäftigtenprognose bis zum Jahr
2035. Die Weiterentwicklung des Versorgungskerns „Neue Mitte Salem“ – in fußläufiger bzw. fahrradtauglicher Entfernung zu den Wohnschwerpunkten der
Gemeindehauptorte Mimmenhausen, Neufrach und Stefansfeld – ist ein zentraler Baustein, um die Schwächen hinsichtlich der dezentralen Siedlungsstruktur auszugleichen.
Mit dem Schloss Salem, der Schule Schloss Salem, dem Affenberg und dem geplanten Vorranggebiet für Industrie und Gewerbe verfügt Salem
über weitere, auch überregional bedeutsame Einrichtungen und stellt einen touristischen Schwerpunkt in der Region dar. Die Aufstufung von Salem zum Unterzentrum unterstützt zudem das Ziel des Landesentwicklungsplans zur Stärkung des Bodenseehinterlands.
Eine der Landesentwicklungsachsen verläuft von Stockach über Überlingen, Salem, Markdorf nach Lindau.
Neue entstehende Gewerbe wurden überwiegend in einem ca. 40 ha großen zentralen Gewerbegebiet angesiedelt. Im Regionalplan ist dies mit einer Erweiterungsfläche von 27 ha als regionalbedeutsamer Schwerpunkt für Industrie und Gewerbe als eines der Vorranggebiet festgelegt.

Die Ansiedlung von Gewerbe wird von der Gemeindeverwaltung stark unterstützt. Neben dem direkten Kontakt zur Gemeinde gibt es Flächenangebote u.a. bei KIP und der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis. Mit Unterstützung der Gemeinde entstand im Gewerbegebiet der privatwirtschaftlicher Gewerbepark Salem, der sehr flexible Büro- Produktions- und Lagerflächen anbietet. Für eine ganze Reihe heute erfolgreicher Gewerbe in Salem war dies Startklotz und Sprungbrett.
In Salem heute tätige Gewerbe finden Sie u.a. mit Hilfe der Gewerbedatenbank der Gemeinde.
